Am Montag habe ich eine Analysisklausur und ich muss noch einiges dafür tun. Hoffentlich klappt das in den 2 Tagen die mir noch bleiben. Außerdem haben mich diese Woche meine Schwester und Jule besucht und ich wollte natürlich auch etwas mit denen unternehmen, was immer eine gite Ausrede war nicht zu lernen.
Die beiden machen hier so tolle Sachen wie ins Disneyland zu gehen, während ich den ganzen Tag die Schulbank drücke und nicht wirklich etwas vom Leben mitkriege...
Schule ist jetzt noch ein bisschen mehr geworden, weil noch ein Paar Kurse dazugekommen sind und der Sport auch richtig begonnen hat. Am Montag war ich beim Badminton, was total großartig war und super-viel Spaß gemacht hat, obwohl ich meistens verloren habe.
Ich habe beschlossen mich ein wenig zu franzisisieren, wenn das ein Wort ist. Wenn der Besuch ist, möchte ich nur noch französisches Fernsehen gucken und französische Nachrichten lesen. Ich bin nämlich nicht wirklich zufrieden mit den Fortschritten meines Franzöischs, was sicherlich daran liegt, dass ich nicht sehr viel spreche. Aber wann sollte ich das auch? Mehr als die kurzen Pausen in der Schule und das Mittagessen bleiben mir ja auch nicht um mein aktives Französisch zu trainieren. Sicherlich, dabei hilft auch Fernsehen gucken auf Französisch wenig, aber trotzdem, vielleicht lerne ich etwas mehr von dem normalen Franzöisch, das nicht aus mathematischen „donc“, „d'où“ und „c'est à dire“ besteht.
Außerdem versuche ich höflicher zu werden. Franzosen sind bemerkenswert höflich. Meine Telefonate mit Call-Centern enden hier immer damit, dass sich jeder ungefähr 4-mal beim anderen bedankt hat, was aber wirklich immer so ist. Im Supermarkt, kann man nicht oft genug Madame zu der Kassiererin sagen und Türen aufhalten ist ein muss.
Ich analysiere das wie folgt: (nach zwei Monaten in F)
Franzosen sind genauso freundlich wie Deutsche oder andere Nationalitäten auch, nur weil sich jemand öfter bedankt, heißt das nicht, dass er sehr dankbar ist, sondern nur das er sehr höflich ist.
Im Alltag versucht man ein wenig (wahrscheinlich unbewusst) dem anderen zu zeigen dass man gut erzogen ist; oder sogar besser als der andere.
Das wirkt dabei aber nicht verlogen, sondern höflich halt, und es führt zu guten Umgangsformen miteinander.
So viel von meinen soziologischen Studien.
vor 9 Jahren
2 Kommentare:
Lieber Sohn,
das ganze Leben ist ein Quiz und wir sind nur die Kandidaten....
Im Ernst, Disneyland ist nur manchmal, das wirkliche Leben ist nun mal Arbeiten, Essen, Schlafen (ich merk das gerade auch wieder, leider). Ein Bonbon pro Tag muss aber sein, sonst wird man gnaddelig. Apropos: was heißt eigentlich "Wie man leicht sieht" auf Französisch?
Mama
Hallo B.C.,
Kopf hoch, denn es ist eine Riesenerfahrung und macht später den kleinen Unterschied in der Biografie. Im übrigen glaube ich nicht, dass sich dein Französisch nicht verbessert. So etwas geschieht in Sprüngen, bzw. man merkt Verbesserungen erst in solchen.
Im übrigen fine ich Deinen Blog ganz doll .....!!!!
Gruß Dein Papa
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