Jetzt bin ich schon seit einem Monat auf der ENSAE! In dreianhalb Wochen sind auch endlich Ferien! Zwar nur eine Woche und ich sehe mich auch schon sehr viel lernen müssend, aber trotzdem freue ich mich Deutschland mal wieder zusehen. Ich werde eine halbe Woche in Hamburg und die andere in Mannheim sein.
An diesem Wochenende hatte ich aber auch so etwas wie einen Mini-Urlaub, da wir mit der Schule in die Nähe von Bordeaux, fast bis an den Atlantik, gefahren sind. Zwar nur für ein Wochenende und wir mussten 10 Stunden mit dem Bus hin und wieder zurückfahren, aber zumindestens war es (tagsüber) recht warm und man konnte problemlos T-Shirt und kurze Hose tragen. Nachts war es hingegen bitterkalt und ich hatte keinen richtigen Schlafsack dabei und habe mich immer in den Schlaf zittern müssen.
Das Schülerbüro und andere Schulclubs hatten tagsüber immer Spiele in Gruppen vorbereitet und abends immer große Partys. Am Freitag war das Motto Himmel und Hölle und ich war sehr stolz auf meinen selbstgebastelten Heiligenschein und meine Flügel aus Bügeln und Alufolie.
Am Strand gelegen (nur am See und nicht an der See) hab ich auch 'ne Weile.
Am Sonntag hat dann aber die Schule wieder mit aller Kraft angefangen und die Stofffülle überhäuft einen wieder. Irgendwie gelingt es mir aber meine Laune gut zu halten (wenn das auch letzte Woche sehr schwer war). Ich freue mich immerzu in Paris zu sein, und auch wenn es morgens mal wieder kein Fahrrad an meiner Station gibt und ich zu Fuss mich beeilen muss, freue ich mich an der Stadt.
Gestern war ich zum ersten Mal beim Sport. In einem Stadion in Malakoff. Ich bin sehr froh, dass ich nicht in der Banlieu, sondern in Paris wohne, es ist hier doch sehr viel schöner!
Ich brauche leider 40min zu mir nach hause vom Stadion und ich komme deshalb erst um 21h15 zu mir (nachdem ich um 8h aus dem Haus gegangen bin...).
Sport war sehr gut! Ich bin mit etwas Verspätung angekommen, habe aber sofort die Gruppe gefunden. Der Trainer meinte ich sollte mich erstmal etwas aufwärmen und dann zum Rest stoßen, worauf ich meinte, dass ich eh mehr lange Distanzen vorbereiten möchte, worauf er mich anstrahlte, mir erzählte das nächste Woche auch ein Lauftrainerchampion-Monsieur da sein wird (der den Marathon in unter 2h30 gelaufen ist...) der mich gut coachen können wird. Und dann durfte ich in Ruhe meine Bahnen laufen, einmal hat er meinen Namen aufgeschrieben, damit ich meinen Notenbonus bekomme und als ich fertig war mit laufen, waren dann schon alle weg.
So jetzt muss ich noch ein wenig Englisch vorbereiten und dann noch ein wenig Analysis. Woohoo!!!!
vor 9 Jahren
1 Kommentar:
Hallo Bernhard,
das klingt ja nach sehr viel Arbeit, aber ich lese zwischen den Zeilen auch eine große Zufriedenheit heraus. Inzwischen sind Deine Eltern ja wieder im Lande und ich bin, da gestern Hebräisch-Kurs war, über alles gut informiert. Also grüß Deine Schwester und Jule von mir, und mach Dir mit den beiden ein paar schöne Tage, falls Dein Stundenplan das erlaubt!
Viele Grüße aus HH von
Monika
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