Sonntag, 21. September 2008

weekend

Jaja, ich weiß, wenn man ein Blog hat, sollte man auch regelmäßig schreiben. Ich werde hier aber nicht einmal Versprechungen abgeben, dass ich das auch machen werde, da ich wohl eh nicht die Zeit dazu finden werde. Wenn man aber öfter schreibt, erinnert man sich auch besser an das was passiert ist... Diese Woche war wieder ähnlich mathelastig wie die Wochen davor, und so habe ich auch dieses Wochen ende in Beaubourg in der Bibliothek des Centre Pompidous verbracht. Die Bibliothek erinnert mich ein wenig an eine große Fabrikhalle. Bloß dass die Arbeit dort mehr geistig als körperlich ist. Ich finde es immer wieder unglaublich diese Massen an Menschen zu sehen, die alle fleißig, mehr oder weniger ruhig, dort lernen und denken. Da die Bibliothek aber riesig ist und Paris es halt auch ist, gibt es aber auch einige Nebeneffekte. Heute fragte ich mich, was denn die „partie entière“ ist. Also bin ich losgezogen um ein mathematisches Lexikon zu finden. Wozu bin ich denn eben in einer Bibliothek. Leider stand vor dem entsprechenden Regal ein Herr der konzentriert in ein Buch schaute un dich wollte hin nicht laut stören und dachte mir, dass ich sicherlich woanders noch ein anderes Lexikon finden würde. Dem war aber nicht so, also musste ich mich an dem Mann vorbeidrängeln, wobei ich den typischen Geruch eines Obdachlosen vernahm. Der Mann machte dann auch noch seine Jacke auf und ich versuchte nur in mein Buch schauend mich langsam zu entfernen ohne zu unhöflich zu wirken. Ja, es gibt durchaus einige „clochards de la bibliothèque“, aber die haben ja natürlich auch das Recht ein Buch zu lesen, und schließlich ist es ja auch geheizt im Centre Pompidou. Heute Abende gab es dann noch ein kleines Treffen meiner Schule (oder besser ihrer Schüler) auf dem Pont des Arts. Es war aber leider unerbitterlich kalt und so bin ich jetzt auch schon wieder zu hause. Dass meine Schule doch sehr eine starke Matheneigung hat sie man auch an den Zetteln des Hausmeisters:
Der Beweis für n=1 ist übrigens leicht ersichtlich, der Transfer von n auf n+1 ist eine Übung.

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